Zug um Zug

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Zug um Zug

Beitrag  Luciana am Di Dez 22, 2009 7:31 pm

Zug um Zug – Mit dem Stahlroß durch Amerika

Die Vereinigten Staaten von Amerika um 1900: die Eroberung des Westens ist abgeschlossen, die Transkontinentale Eisenbahnstrecke ist endlich errichtet und nun überzieht ein Netz von unzähligen Schienenkilometern den nordamerikanischen Kontinent. Von Chicago nach Miami, von Seattle nach El Paso und von Calgary nach Phoenix erstrecken sich die eisernen Bänder und hölzernen Schwellen, auf denen die gewaltigen Dampflokomotiven dahinbrausen.

Wettrennen auf der Schiene
Die Spieler stürzen sich in das Abenteuer, per Zug bestimmte vorgegebene Strecken zu befahren – wem dies am häufigsten innerhalb der Spielzeit gelingt, hat gewonnen. Allerdings vollzieht sich dieses Wettrennen nicht dadurch, daß man etwa mit einem Spielstein eine Strecke von Feldern hinter sich bringt, die per Würfeln bestimmt wird. Bei Zug um Zug (im Original "Ticket to Ride") symbolisiert man das Bewältigen einer Bahnverbindung dadurch, dass man die Strecken mit Waggonkarten seiner Spielerfarbe belegt. Es geht also darum, gleichfarbige Streckenkarten zu sammeln und sinnvoll auf dem Spielplan abzulegen.

Von Stadt zu Stadt
Die Städte auf der Landkarte sind untereinander in Teilstücken in der Größe von einem bis sechs Feldern verbunden, die in einer der von acht Farben oder neutralem Grau gekennzeichnet sind. Wenn etwa ein Spieler 5 grüne Karten auf der Hand, so darf er eine einzelne Städteverbindung der Länge 5 und der Farbe grün in Besitz nehmen, indem er Waggons seiner Spielerfarbe daraufstellt. Bei den ebenfalls vorhandenen farbneutralen Feldern darf der Teilnehmer beliebige Waggonkarten auslegen, die aber ebenfalls untereinander gleichfarbig sein müssen. Jeder Spieler besitzt einen Stapel von 45 Karten in seiner Waggonfarbe, sowie drei Verbindunsgkarten oder Tickets, die seine Aufgabe beinhalten: die Namen zweier Städte, deren Gleisverbindung er im Laufe des Spiels auf dem Spielplan mittels seiner Waggons besetzen muss: je weiter die Entfernung, desto schwieriger ist das Unterfangen, je höher aber am Ende die zu erlangende Punktzahl. Der Spieler beginnt mit vier Waggonkarten auf der Hand, ein Limit gibt es nicht. Pro Runde hat der Teilnehmer die Auswahl zwischen 3 Aktionen, von denen er pro Spielzug jedoch nur eine einzige ausführen darf : Neue Waggonkarten aufnehmen, eine Strecke besetzen oder eine Verbindungskarte nachziehen. Beim Ziehen wählt der Spieler bis zu zwei Karten aus der offenen Auslage von stets 5 Karten aus, oder er zieht blind vom größeren Stapel. Falls er sich für einen der Lokomotiven-Joker entscheidet – die auf alle Streckenfarben gelegt werden können – darf er nur diese eine Karte ziehen.

Auch auf Umwegen zum Ziel
Mit dem Besetzen einer Strecke zwischen zwei Städten kommt der Spieler seinem Ziel, eine gewisse Stadtverbindung herzustellen, immer näher: wenn er dies während der Spielzeit erreicht, also bis ein Teilnehmer keine Karten mehr besitzt, kann er noch neue Auftragskarten ziehen und sein Glück weiter versuchen. Am Ende winken Bonuspunkte für jeden zusätzlich erfüllten Auftrag. Doch hier stellen sich auch die Tücken ein: sollte der Spieler einen gewissen Auftrag nicht erfüllen, werden ihm genau diese Punkte abgezogen. Eine Interaktion der Spieler ergibt sich auch dadurch, dass einmal belegte Strecken nicht von einem andern Spieler benutzt werden dürfen: da heißt es, über Umwege oder Parallelverbindungen zum Ziel zu kommen. Sie dauern länger im Aufbau, bringen aber zusätzlich Punkte. Diese verzeichnet jeder Teilnehmer schon während des Spieles mit seinem Wertestein - das macht die Schlusswertung einfacher. Bei dieser Wertung gibt es Punkte für Anzahl und Wert der Streckenlängen, erfüllte Aufträge und die längste zusammenhängende Verbindung in Spielerfarbe.

Mit Geschick auf den Weg
Bei Zug um Zug herrscht eine spannende Mischung aus Glück, Strategie und Taktik. Auch ein wenig Bluffen ist dabei, denn die gegnerischen Spieler können ja einen Teil der aufgenommenen Karte einsehen. Man kann erraten auf welche Teilstrecken vom Gegner spekuliert wird und diese selbst in Anspruch nehmen, oder verhindern, dass dies mit einem selbst geschieht. Und auch beim Punktemachen ist Köpfchen angesagt: setzt man auf sichere Kurzstrecken oder arbeitet man langsam auf dien große Verbindung hin, die aber auch besetzt werden oder scheitern kann?

Erfreulich bei diesem farbenfrohen Spiel, das viel Lust auf sofortige Revanche macht, ist auch die kurz und knapp gehaltene Anleitung, die nach kürzester Lektüre mit D-Zug-Tempo zum Spielspaß führt. Zug um Zug von Alan R. Moon (Elfenland – Spiel des Jahres 1998) erhielt 2004 die Auszeichung zum Spiel des Jahres.

Es gibt noch diverse andere Versionen und auch Erweiterungen zu kaufen, zu finden unter:
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Beitrag  Luciana am Di Dez 22, 2009 7:38 pm

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